Donnerstag, 19. Juli 2018
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Was ist Mediation?

Bei der Mediation handelt es sich um ein außergerichtliches Verfahren zur Lösung von Konflikten zwischen zwei oder mehr Parteien, bei dem eine speziell geschulte Person (= Mediator) die Konfliktparteien (= Medianden) bei der gemeinsamen Lösung ihres Konflikts begleitet. Im Gegensatz z.B. zu einem Gerichtsprozess geht es bei der Mediation in erster Linie nicht darum, einen Schuldigen festzustellen, sondern darum, für alle am Konflikt Beteiligten eine faire, zukunftsorientierte und möglichst dauerhafte Lösung zu finden (sog. "Win-Win-Situation").

Die Mediation geht hierbei davon aus, dass die Medianden selbst am besten wissen, welche Gefühle, Bedürfnisse und Möglichkeiten bei ihrem Konflikt eine Rolle spielen. Der Mediator gibt deshalb keine Lösungen vor, sondern begleitet und unterstützt die Konfliktparteien bei ihrem eigenen Lösungsprozess, in dem er nicht nur neutral, sondern allparteilich darauf achtet, dass die Interessen und Bedürfnisse aller Konfliktparteien angemessen und ausgewogen berücksichtigt werden. Hierbei kommen bestimmte Gesprächstechniken zum Einsatz, die sich unter dem Begriff der der Wertschätzenden Kommunikation zusammenfassen lassen. 

Eine Mediation ist stets freiwillig und kann jederzeit beendet werden. Für den Mediationsprozess und darüber hinaus gilt Vertraulichkeit.  

Die fünf Phasen einer Mediation lassen sich wie folgt gliedern:

  1. Einleitung
    Erläuterung des Verfahrens der Mediation, Gesprächsregeln, Termine und Zeitdauer, Kosten usw.
  2. Schilderung
    Die Medianden stellen aus ihrer Sicht den Konflikt dar. Gemeinsam und mit Unterstützung durch den Mediator werden die zu klärenden Themen festgelegt.
  3. Bearbeitung und Konflikterhellung
    Hier geht es darum, die unterschiedlichen Interessen und Positionen der Medianden herauszuarbeiten und ihren Bedürfnissen und Gefühlen Raum zu geben. Hierbei bedient sich der Mediator unterschiedlicher Fragetechniken und Vorgehensweisen. Ziel ist es, ein gegenseitiges Verständnis zu erwecken und von der Konfrontation wieder zur Kommunikation und Kooperation zu gelangen.
  4. Lösungsfindung
    Unterstützt vom Mediator entwickeln die Medianden mögliche Lösungsszenarien, die gemeinsam auf ihre Umsetzbarkeit und Brauchbarkeit hin untersucht und bewertet werden.
  5. Vereinbarung
    Auf Grundlage der gewählten Lösungsmöglichkeiten wird eine gemeinsame schriftliche Vereinbarung erstellt, die von allen Parteien anerkannt und unterschrieben wird. Falls erforderlich, werden zusätzliche Verabredungen getroffen, beispielsweise die Hinzuziehung eines Notars oder eine Evaluation, d.h. die Überprüfung der Vereinbarung nach einem bestimmten Zeitraum.

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